"Die Steinachtaler Musikanten"
"Die Steinachtaler Musikanten"

2019 feiert der Musikverein sein                    90-jähriges  Jubiläum

Chronik des Vereins in Kurzfassung

1929 war das Jahr der Weltwirtschaftskrise, 11 Jahre nach dem 1.Weltkrieg, in dem 42 junge Männer aus Schonungen (s. Kriegerdenkmal) gefallen waren. In Schonungen, wie in anderen Orten, fehlten die Musiker. Auftritte in dünner Besetzung waren so nicht möglich. Im Mai 1929 gelang es Jakob Sauer die wenigen Musiker in Schonungen und Nachbargemeinden zum "Musikverein Schonungen" zusammenzuführen. Jakob Sauer übernahm den Vorsitz in dieser jungen Kapelle. Als Musiklehrer und Kapellmeister konnte man Karl Floßmann aus Schweinfurt gewinnen. Die Gründungsmitglieder waren neben Jakob Sauer Valentin Sauer, Markus Schäfer, Rudolf Schäfer, Georg Wahler, Georg Popp, Franz Knies, Richard Feser und Alois Steinfurt , also insgesamt 9 Musiker.

Zur Kapelle gehörte auch ein Klavier und im kleinen Kreis wurde  manchmal Streichmusik gespielt. Klavier spielte Alois Steinfurt.

Die erste Trompete spielte Markus Schäfer, die zweite Georg Wahler, Tenorhorn 1 Jakob Sauer, Tenorhorn 2 Franz Knies, Horn Es Richard Feser, Tuba Rudolf Feser, Posaune Georg Popp, Schlagzeug Valentin Sauer.

 

 

 

Musikproben wurden in der Wohnung der einzelnen Spieler abgehalten. 1933 kamen die Kapellen aus Gädheim, Forst und Hausen zum Musikverein Schonungen.

Diesen Teil der Chronik konnten wir erst aus der Chronik von 1949 entnehmen. Denn vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen im April 1945 mußten auf Anordnung der damaligen Regierung alle Vereinspapiere vernichtet werden. 

Auf Veranlassung der amerikanischen Besatzung wurden dann auch nochsämtlich Vereine aufgelöst, darunter auch der Musikverein Schonungen. Nach Bemühungen des damaligen Schonunger Pfarrers Anton Schmitt konnte die Schonunger Kapelle unter dem Namen "Kirchenchorkapelle" wieder musizieren. Ab 1949 durfte der Verein 

erneut  als "Musikverein Schonungen" auftreten.

Der Gründer des Vereins Jakob Sauer starb am 18. September 1994.

Der Musikverein hat die katholische Kirchengemeinde in den 90 Jahren seines Bestehens, außer in den Kriegsjahren, bei allen kirchlichen Anlässen begleitet. In den 50ger Jahren hat man Sonderzüge eingesetzt, um Wallfahrer nach Zeil oder Bergtheim zu bringen, wo dann zu den Wallfahrtskirchen gelaufen wurde.

Die musikalische Leitung des Vereins

1929-1934  Karl Floßmann

Ab 1934      übernahm Johann Bötsch die musikalische Leitung des

                    Vereins, nach ihm Alfred Bauer und anschließend bis

                    Kriegsende Karl Kohlinger.

1949-1962  wieder Karl Kohlinger

1962-1965  Bruno Kimmel aus Oberwerrn, Obermusikführer.

                    Bruno Kimmel starb während eines musikalischen Auftritts.

                   Georg Eisemann und Eduard Riegler übernahmen die

                    Leitung der Jugendblaskapelle. Hervorheben möchten wir,

                    daß die Jugendkapelle unseres Vereins 1962  20

                     jugenliche Musiker enthielt den, deren Zahl bis zu

                    den 70ger Jahren auf 35 Jugendliche anwuchs.

                    Wo ist diese Zeit nur geblieben, davon können wir heute

                    nur träumen.

1968-1969  Robert Doullje

1970-1973  Herbert Knappe

1974            Robert Schuler

1975-1976  wieder Herbert Knappe

1977            Michael Hoyer

1978-1979  erneut Herbert Knappe

1980-1982  Bernd Neuberger

1983-1984  Peter Wirt

1985            Andrea Takac

1986-1989  nochmal Herbert Knappe

1990-1999  Michael Knappe

2000-2008  Roland Pfeiffer

2008-jetzt    Eduard Marpoder

 

                 

 

 

                                Die 1. Vorstände

ab 1929      Jakob Sauer

1949-1951  Romann Popp

1952-1955  wieder Jakob Sauer

1956-1959  Karl Kohlinger

1960-1962  wieder Jakob Sauer

1963-1971  Herbert Knappe

1972           Josef Höffler

1973-1976  erneut Herbert Knappe

1977-1982  Julius Barthelme

1983-1985  Helmut Hornung

1986-2014  Richard Kraft

2015-2019  Manuel Pfülf

ab 2019      Bernd Borst

 

 

 

 

 

Die Anlässe, aus denen gespielt wurde, waren die gleichen wie heute:

Kirchweih, Faschingsfeste, Bläsertreffen, Weihnachtsfeier, Konzerte,

diese auch weiter enfernt, Geburtstage, Hochzeiten, Trauerfälle.

Als Höhepunkte möchten wir folgende Auftritte erwähnen:

Jubiläumskonzerte

auswärtige Musikfeste

1950  Einweihung der neuen Schonunger Kirchenglocken

1952  In den 1950ger Jahren fanden regelmäßig Faschingsbälle des

          Musikvereins in den 3-Mohren statt. Die Frauen in eleganten

          Kleidern, die Männer in Frack und Zylinder.

1952  Im September unterhielt unser Musikverein musikalisch beim

          großen Sommernachtsfest in Volkach.

1954  übermittelte der Bundespräasident Theodor Heuss,der in

          Bad-Kissingen weilte, Glückwünsche zum 25-jährigen Jubiläum. 

1956 fränkisches Musikfest in Ludwigstadt. Hier bekam unser Verein  

         den erste Preis zugesprochen

1956 erstes Schonunger Weinfest

1965 erstes Unterfränkisches Jugendblaskapellentreffen in

         Schonungen

1969  Umzug vom Saalbau Lutz in den neuen Proberaum im

          Bahnhof Schonungen. Der Wartesaal wurde uns von der

          Gemeinde zur Verfügung gestellt.

1970  Vom 22.-28. Mai Frankreichfahrt des Musikvereins mit dem

          Heimkehrerverband Schweinfurt nach Chartres und

          Chateaudin.

1974 Bundesbezirksfest in Schonungen mit 30 Musikkapellen

1974 Auftritt in Andlau im Elsaß, dazu heißt es wörtlich in der Chronik: 

         "Als unsere Bayern das Podium betreten hatten, ließ man sie

          nicht mehr herunter"

1979 Kreimusikfest in Schonungen

1980  Vom 9.-12.Mai erneut Fahrt nach Chartres und Chateaudin.

1986  Einladung zum Sommerfest der Musikfreunde in Büchenau

           bei Bruchsal in Baden-Württemberg, woraus sich eine enge

           Freundschaft entwickelte.

1991  Erstes Schonunger Dorffest des Musikvereins

1994   Umzug vom Proberaum Bahnhof in die Bachstraße, wo

           sich vorher der Lebensmittelmarkt Reubelt befand.

2011   wurde uns vom Altbürgermeister Kilian Hartmann angekündigt,

           daß der Proberaum in der Bachstraße in absehbarer Zeit

           abgerissen werden soll, mußten wir uns wieder auf die Suche

           machen. Einen geeigneten und bezahlbaren Proberaum in

           Schonungen zu finden, hat sich als unmöglich herausgestellt.

2014   erhielten wir das Angebot der Hausener Kirchengemeinde,

           im renovierten "Alten Schulhaus" einen Raum zu mieten,

           was wir dankbar angenommen haben.

2009 und 2014 Jubiläumskonzerte in der "Alten Kirche" Schonungen

 

 

 

 

Höhepunkt im Jubiläumsjahr 2019

Die Musikvereine Schonungen und Obertheres veranstalten Ende

des Jahres 2019 ein gemeinsames Festkonzert. Aufführungen finden

am 3. November in der Alten Kirche in Schonungen und am 8. Dezember in Obertheres statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Schweinfurter Anzeiger

Aus dem Schweinfurter Tagblatt

Text

von RITA STEGER-FRÜHWACHT

Schonungen   90 Jahre jung-so präsentierte sich der Musikverein Schonungen zusammen mit dem Musikverein Obertheres bei seinem Jubiläumskonzert in der Alten Kirche, zu dem die Gemeinde und Kulturverein e.V. eingeladen hatte.

Die zahlreichen Besucher konnten die Vielfalt der konzertanten Blasmusik erleben und ließen die rund 2 Dutzend Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne gehen. Die Gesamtleitung hatte der Dirigent beider Blasorchester,  Eduard Marpoder.  Charmant plaudernd moderierte  Christel Neumann  das Konzertprogramm. Sie ordnete die dargebotenen Musikstücke oft in den zeitlichen Kontext ein und gab interessante Infos zu ihrer Rezeption.

Schwungvoll eröffnete das Konzert der "William Tell March" die Ouvertüre aus

der Tell Saga, die vom Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell berichtet (Musik von

Gioachino Rossini, (1792 bis 1868). Filmmusik war im Konzert mit Eye Level

vertreten. Für diese britische Krimiserie aus den 1970er Jahren schrieb der Niederländer Jack Trombey (1927 bis 2017) die Musik. Mit der Musik aus den

Miss-Marple Filmen brachten die Musiker knisternde Spannung in die Alte

Kirche. Die sehr eingängige und weitbekannte Melodie wurde vom britischen Komponisten Ron Goodwin (1925 bis 2003) geschaffen. Eine Hommage an den

deutschsprachigen Komponisten, Pianisten und Sänger Udo Jürgens (1934 bis

2014) war das Medley  "Udo Jürgens Live"  seiner bekanntesten Lieder in einem Arrangement des zeitgenössischen Komponisten für Blasmusik Kurt Gäble (*1953). Viele Erinnerungen an frühere Schlagerhitparaden wurden bei den Besuchern mit Liederausschnitten von "Aber bitte mit Sahne", "Griechischer Wein", "Merci Cherie" und "17 Jahr blondes Haar" geweckt.

In die Welt des Musicals nahm das mehr als zwei Dutzend zählende Blasorchester die Gäste bei der "Broadway Show" mit. Die Komponisten Willy Faust und der Arrangeur Pi Scheffer schufen eine hinreißende Musik, die die Zuhörer begeisterte.

Mit "Fiddler on the roof" kam nochmals Tewje, der Milchmann aus dem Roman

des jiddischen Schriftstellers Scholem Alejchem (1859 bis 1916) in den Konzertraum, und es hieß: "Wenn ich einmal reich wär".

Einen musikalischen Stadtrundgang präsentierte das Orchester mit der

"New York Ouvertüre", einem Werk des niederländischen Komponisten und

Musikers Kees Vlak (1938 bis 2014). Pulsierendes Leben am "Broadway" und

in der "5th Avenue" wechselte sich ab mit den ruhigen Passagen "Battery Park:

Early in the morning" und "Sunday afternoon in Central Park".

Countrymusic war mit "Riders in the Sky" von Stan Jones zu hören, und mit dem Marsch "Die Regimentskinder" von Julius Ernest Wilhelm Fucik (1872 bis 1916)

war die böhmisch-mährische Blasmusik im Konzert vertreten.

Mit langanhaltendem Beifall dankten die Gäste den Musikern, die als Zugabe den berühmten Marsch "Preußens Gloria" von Johann Gottlieb Piefke (1815 bis 1884)

spielten.

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